Zum 26. Fand in Interlaken das Trucker & Countryfestival statt. Insgesamt besuchten rund 40000 Gäste das Event. Zahlreiche Acts, Show, Trucks und Bikes konnten bestaunt werden.
Es wurde mit der letzten Pressemitteilung vor dem Festival angekündigt „Es wird eine Hitzewelle erwartet“. Und die Veranstalter bereiteten sich darauf vor. Was den Festivalbesucher sehr entgegen kam.

Wir selbst waren am Samstag gegen 15.30 Uhr vor Ort. Unser erstes Mal. Wir kannten das Gelände vom Greenfield Festival, somit war uns das alles nicht ganz fremd.
Allerdings ist es schon erstaunlich was hier alles geboten wurden. Aber immer schön der Reihe nach.

Trucks soweit das Auge reicht

Das Festival trägt nicht umsonst „Trucker“ im Namen. Wir wissen nicht wie viele Trucks es waren. Aber es waren sehr sehr viele. Und nicht einfach ein LKW von neben an oder frisch von der Baustellen. Nein, die Lastwagen waren alles sowas von sauber und das Chrome blitze in der Sonne. Aufgestellt in Reih und Glied konnte man, gefühlt endlos, an den riesigen Monstern vorbeilaufen – und einfach nur stauen. Das muss der Himmel für jedes kleine und vielleicht auch grosse Kind sein.

Ob Sattelschlepper, Kipper, Mulde, Plane, Brücke, Kran… es war einfach alles anwesend. Als für jeden was dabei  Und das die Trucker Spass haben und sehr kreative konnte man live erleben. Die einen hatten zwischen Ihren LKWs ihre eigenen Zelte aufgebaut und machen Ihr eigenes BBQ. Die anderen suchten Abhilfe gegen die Hitze. So wurden Mulden kurzerhand, mit Folien oder Blachen, zu Pools umgebaut. Wer einen Kran an Board hat hatte oft einen Wassertank in die Höhe gewieft umso das kühle Wasser von oben herab zu geniessen. Der wohl kreativste Trucker hat sich eine Wasserrutsche inkl. Pool gebaut. Respekt. So schön kann das Truckerleben sein 😉

LKW mit Airbrush front

Trucks mit Airbrush

Sehr beeindruckend waren auch die LKWs welche rundum mit Airbrush bemalt sind. Wow, was steckt an Arbeit dahinter und was wird sowas Kosten? Diesen Eindruck und Gedanken haben vermutlich die meisten zuerst im Kopf wenn man ein solches Kunstwerk sieht. Eigentlich schade das es so wenige Kunstwerke auf den Strassen gibt.

Oldtimer

Desweitern gab es aus sehr alte Trucks zu bestaunen. Trucks welche man heute so nicht mehr auf öffentlichen Strassen fahren sieht – leider. Schon erstaunlich wie sich die Technik so weiterentwickelt hat.

Trucks aus den USA

Hier muss ich sofort an den Film „Convoy“ von 1978 denken. Schon irgendwie spannend solche Raritäten live zu erleben.

Das Line Dance zu Western gehört ist jedem klar. Ich kannte Line Dance bis dahin nur als langweiliger Tanz den viele in einer Reihe im Gleichschritt ausüben. Deshalb hatte ich hier keinen Fokus darauf.
Da es aber wirklich sehr heiss war war eine kurze Trinkpause nötig. Diese hielten wir vor der Bühne 3 ab. Und siehe da, es fand gleich ein Line Dance Workshop statt. Und was für ein Zulauf. Jeder der wollte konnte mitmachen. Ruck zuck war der Platz vor der Bühne voll. Und es ging los.
Es war erstaunlich mit welcher Begeisterung hier die Teilnehmer mitmachten. Dem einen fiel es leichter als dem anderen. Aber das ist mit allem so im Leben. Hauptsache man hat Spass.

Line Dance mit Schwung

Als wir so bei der Trinkpause dem LineDance Workshop so zuschauten wurden wir doch etwas neugieriger. Also haben wir uns pünktlich zur Line Dance Show der „Band of the Hawk“. Year, was für ein Show! Line Dance soll ein langweiliger Tanz sein? Hier wurde uns das Gegenteil bewiesen. Nicht nur wir staunten. Zahlreiche Festivalbesucher waren dicht für der Bühne gedrängt und schauten sich das Spektakel an.

Zwischen den Western Show, Line Dance und Countrymusik konnte man weder verhungern noch verdursten. Essen und Trinken soweit das Auge reicht. Von Wasser über Bier bis hin zu Cocktails und Schnaps. Es gab einfach alles.

Kostenloses Wasser und kostenloses Trinkwasser stelle der Veranstalter an einer Ausgabeposition zur Verfügung. Das war eine von vielen Massnahmen gegen die enorme Hitze. So konnte sich jeder der wollte seine Flasche gratis mit Wasser füllen und sich kurz abkühlen.

Mit den grössten Umsatz dürften die zahlreichen Huthändler gemacht haben. Wer die Kopfbedeckung zu Hause vergessen hatte wurde hier auf jeden Fall fündig. Aber auch Gürtel, Schmuck, Jacken und T-Shirts konnten erworben werden.

Trucker & Countryfestival - So ereignisreich war der Samstag 1

Nicht zu vergessen, der Trucker & Countryfestival Fan-Shop. Eine schöne Auswahl an Westen und T-Shirts konnten hier gekauft werden. Was auch zahlreich Besucher taten.

Der Samstag des Festivals war der Countrymusik aus den USA vorbehalten. So gaben sich 3 Bands im Festzelt die Ehre und begeisterten die Schweizer Countryfans.
Pünktlich um 19:00 begann die Band „Farewell Angelina“ zu spielen. Und da war richtig „bums“ dahinter. Die 4 Frontfrauen hatten alle eine mega Stimme. So klar und kräftig. Ich persönlich habe sowas noch nicht gehört. Auch die Lieder hatten sehr viel Schwung und kamen bei den Gästen an.

Nach einer kurzen Umbaupause kam dann der Act „Heidi Newfield“. Die gute Frau ist schon etwas älter. Das tat dem Auftritt aber keinen Abbruch.

Das Highlight am Samstag waren die Bellamy Brothers. Und das Zelt war richtig voll. Alle Tische und Bänke sassen voll.
Und jetzt wird es schwierig. Den Countryfans hat es gefallen. Nach jedem Lied gab es tosenden Applaus. Und die beiden Herren transportieren den Countrysound zielgerichtet ins Publikum. So muss das sein.
Mir ganz persönlich hat der Act nicht zugesagt. Sehr langsame Musik und nicht mein Style. Da waren die Damen von Farewall Angelina schon eine ganz andere, bessere Liga. Aber zum Glück sind die Geschmäcker unterschiedlich.

Fazit:
Es war ein tolles Erlebnis. Auch wenn die Sonne wirklich massiv vom Himmel brannte. Jede Abkühlung war willkommen. Der Mix von Bands, Shows und Workshops ist sehr gelungen. Die LKWs und Bikes mega beeindruckend. Wir können es nur jedem empfehlen das Trucker & Country Festival mal zu besuchen.

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